Press ESC to close

Warum die Bahn alle Züge stoppen muss

Gegen 22 Uhr meldete metronom eine bundesweite Zugfunk-Störung. Die Folge: Alle Züge müssen anhalten oder den nächsten erreichbaren Bahnhof ansteuern und dort warten. Auf allen Strecken ist mit hohen Verspätungen und Ausfällen zu rechnen – laut metronom „bis auf Weiteres“.

Auch wir können den Stillstand aus erster Hand bestätigen: Unser Autor sitzt selbst in einem betroffenen Zug. Sowohl eine Durchsage als auch das Zugpersonal sprachen ausdrücklich von einer bundesweiten Störung. Die Kommunikation zwischen Personal und Leitstelle läuft aktuell per Mobiltelefon – ein Behelf, der den Zugfunk im Regelbetrieb aber nicht ersetzen kann. Eine offizielle Bestätigung der Deutschen Bahn lag zunächst nicht vor.

Warum ohne Zugfunk gar nichts fährt

GSM-R ist, vereinfacht gesagt, das private Handynetz der Bahn. Ohne funktionierenden Zugfunk darf aus Sicherheitsgründen nicht gefahren werden: Fahrdienstleiter:innen und Lokführer:innen müssen jederzeit miteinander sprechen können – vor allem, um im Notfall sofort einen Nothalt an alle Züge im Umkreis abzusetzen. Genau diese Funktion lässt sich per einzelnem Telefonat nicht ersetzen. Wie das Netz aufgebaut ist und wo seine zentralen Komponenten sitzen, erklären wir hier in unserem Hintergrund-Artikel: Darum ist das Bahn-Netz ausgefallen.

Ursache noch offen

Was die Störung ausgelöst hat, ist bislang unklar. In der Vergangenheit gab es dafür ganz unterschiedliche Gründe: 2022 hatten Unbekannte in Norddeutschland Glasfaserkabel durchtrennt, 2024 sorgte in Hessen ein technischer Fehler für einen rund zweistündigen Ausfall. Was diesmal dahintersteckt, ist offen – wir aktualisieren diesen Artikel, sobald es belastbare Informationen gibt.

Materia original link

Deixe um comentário

O seu endereço de e-mail não será publicado. Campos obrigatórios são marcados com *