
Der Laifen Neo Special Föhn kombiniert einen bürstenlosen Motor mit einer integrierten Pflegefunktion für ätherische Öle. Personen mit sehr langem und dichtem Haar sparen durch den Luftstrom von 22 Metern pro Sekunde signifikant Zeit bei der täglichen Routine. Die etablierte Technik der Temperaturkontrolle bewahrt die Haarstruktur zuverlässig vor Hitzeschäden. Die explizit beworbene Öl-Zerstäubung bleibt in der Praxis jedoch weit hinter den Erwartungen zurück. Wer bisher regelmäßig mehr als eine halbe Stunde für das reine Trocknen einplanen musste, erfährt durch die kompakte Bauweise eine spürbare ergonomische Entlastung im Alltag.
So kommt es zu einer enormen Zeitersparnis
Eine dichte Haarpracht von 70 Zentimetern Länge gleicht nach der Dusche einem extrem saugfähigen Schwamm. Handelsübliche Haartrockner stoßen bei diesem massiven Volumen schnell an ihre physikalischen Grenzen. Sie versuchen, die Feuchtigkeit primär durch die Zufuhr von großer Hitze zu verdampfen.
Dieser klassische Vorgang dauert bei meiner Haarmenge oftmals deutlich länger als dreißig quälende Minuten. Ebenso können die hohen Temperaturen die Haare sogar schädigen. Dazu funktioniert diese lokale Hitzeeinstrahlung für mich schlichtweg nicht. Ich habe es immer wieder geschafft, mir durch diese Temperaturschwankungen gleich eine Migräneattacke zu verpassen, bis ich irgendwann mit dem Föhnen aufgehört habe und komplett zum Lufttrocknen übergegangen bin.
Der Laifen Neo Special wählt einen vollkommen anderen Ansatz für die Wasserverdrängung, was für mich ein Grund war, dem Haareföhnen eine neue Chance zu geben. Im Griff des Geräts arbeitet ein bürstenloser Hochgeschwindigkeitsmotor mit beachtlichen 110.000 Umdrehungen pro Minute. Anstatt das Wasser mühsam zu verdampfen, wird die Feuchtigkeit durch die pure mechanische Kraft des starken Luftstroms physisch von den Haarsträhnen geblasen.
Für deine tägliche Routine bedeutet dieser technologische Unterschied eine massive Veränderung. Die Trocknungsdauer für eine extrem dichte und lange Mähne sinkt unter realistischen Bedingungen auf etwa zehn bis fünfzehn Minuten. Das Wasser wird aus den vielen übereinanderliegenden Haarschichten regelrecht herausgedrückt.
Der Laifen Neo Special entpuppt sich als überraschendes Leichtgewicht
Eine halbe Stunde mit erhobenen Armen im Badezimmer zu stehen, gleicht einem leichten Krafttraining. Genau bei dieser langwierigen Überkopfarbeit offenbaren konventionelle Geräte ihre größten Schwächen in der Gewichtsverteilung. Der schwere Motor sitzt meist direkt im Kopfhörnchen des Föhns. Dadurch entsteht eine ungünstige Hebelwirkung auf dein Handgelenk.
Mit einem Eigengewicht von lediglich 390 Gramm gehört der Laifen Neo Special zu den Fliegengewichten auf dem Markt. Der kompakte Motor ist direkt im Griff verbaut. Das verlagert den Schwerpunkt des Geräts nach unten und sorgt für eine exzellente Balance in der Hand.
Besonders beim Föhnen der langen Rückenpartien hat diese Konstruktion meine Schultern und Arme enorm entlastet. Selbst wenn du dir für das abschließende Formen der Längen viel Zeit nimmst, bleiben unangenehme Ermüdungserscheinungen oder gar zitternde Hände vollständig aus. Ein weiteres nützliches Feature: Du kannst dank einer Vorrichtung am Kabel des Föhns selbst auch für Reisen das Kabel ordentlich zusammenhalten.
Temperaturschutz für sensible Spitzen
Meine Haare haben an den Enden bereits mehrere Jahre überdauert. Diese älteren Partien sind extrem anfällig für mechanische Belastungen, Spliss und vor allem für extreme Hitzeschäden. Eine offizielle medizinische Publikation der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft hält fest, dass Temperaturen von über 150 Grad Celsius die Keratinstruktur der Haare unwiderruflich zerstören. Das körpereigene Protein schmilzt regelrecht und das Haar bricht in der Folge ab.
Um genau diese kritische Temperaturschwelle niemals zu überschreiten, misst ein integrierter Sensor im Laifen Neo Special die Luftwärme exakt einhundert Mal pro Sekunde. Der Mikroprozessor reguliert das Heizelement sofort herunter, sobald sich ein Hitzestau anbahnt. Deine empfindlichen Längen werden dadurch konsequent geschützt. Etwas schade fand ich allerdings, dass es keinen Modus gibt, mit dem ich die Temperatur selbst konstanter einstellen kann.
Zusätzlich neutralisieren 200 Millionen negative Ionen die elektrostatische Aufladung während des Föhnens. Ein beliebter Wechselmodus, der automatisch zwischen warmer und kalter Luft pendelt, schließt die Schuppenschicht der Haare und sorgt für ein geschmeidiges Finish ohne abstehende Haare.
Die akustische Kulisse im Badezimmer
Ein leistungsstarker Motor bewegt gewaltige Mengen an Luft. Das erzeugt unweigerlich eine gewisse Geräuschkulisse in den heimischen vier Wänden. Der Hersteller bewirbt das Gerät selbstbewusst mit einer flüsterleisen Betriebslautstärke von nur 59 Dezibel.
In den niedrigeren Stufen funktioniert das durchaus und für kurze oder dünnere Haare reicht das sicherlich aus. Musst du jedoch wie ich einige Stufen hochschalten, solltest du mit einem Geräuschpegel von etwa 70 bis 76 Dezibel rechnen. Das ist in meinen Augen kein echter Nachteil, da ich damit rechne, dass ein Föhn auch nicht das leiseste Gerät im Einsatz ist – entspricht allerdings nicht ganz dem Versprechen des Herstellers.
Trotzdem unterscheidet sich die Art des Geräuschs gravierend von älteren Modellen. Das unangenehme, hochfrequente Kreischen herkömmlicher Motoren fehlt komplett. Du hörst stattdessen ein tiefes und dominantes Luftrauschen. Diese veränderte Tonhöhe wird vom menschlichen Gehör in der Regel als deutlich weniger störend und stressig empfunden. Selbst bei Wohnungen mit dünneren Wänden werden euch eure Mitbewohner also wohl nicht aufs Dach steigen.
Das spezielle Öl-Feature – der Haartyp entscheidet
Der Namenszusatz „Special“ des Föhns rührt von einer speziellen Innovation her. Das Gerät besitzt eine Aufsteckdüse, die während des Trocknens feinste Partikel von pflegenden ätherischen Ölen im Luftstrom zerstäuben soll. Die Theorie verspricht glänzendes Haar und eine Extraportion Feuchtigkeit direkt beim Styling.
Für mein extrem dichtes und langes Haar ist diese Funktion jedoch nicht ideal konzipiert. Der mikrofeine Ölnebel schafft es schlichtweg nicht, die Haarschichten zu durchdringen. Er verfängt sich bestenfalls oberflächlich am Deckhaar. Wer hier eine bessere Abdeckung erzielen möchte, muss es selbst mit einer Bürste weiter im Haar verteilen. Für glatte oder wellige Haare ist das kein Problem, bei Locken hingegen stößt es an seine Grenzen.
Die mit der Ölkartusche behandelte Haarsträhne hat sich weicher angefühlt als der Rest. Da wir in unserem Haushalt mehrere Haartypen langer Haare haben, habe ich hier einen genaueren Vergleich ziehen können. Bei längeren und dünneren Haaren verteilt sich das Öl hervorragend. Mit meinen dickeren Haaren bemerke ich den Unterschied, vor allem, wenn ich mit einer Bürste direkt nach dem Föhnen für eine bessere Verteilung sorge. Bei lockigem Haar hingegen wird es schwieriger, gerade weil der starke Luftstrom hier die Haare stärker durcheinanderwirbelt.
Fazit zum Laifen Neo Special
Die immense Kraft des Luftstroms ist ein Segen für das schnelle Vortrocknen, wird aber beim detaillierten Styling zur echten Herausforderung. Wenn du deine langen Haare mit einer dicken Rundbürste in Form föhnen möchtest, verlangt das Gerät dir einige Kompromisse ab.
Die mitgelieferte Stylingdüse ist verhältnismäßig breit konstruiert. Der starke Luftstrom lässt sich dadurch nur sehr schwer auf eine einzelne, dicke Haarsträhne fokussieren. Die benachbarten Haarschichten werden unweigerlich vom Wind erfasst und wild durcheinandergewirbelt.
Ein perfekt glattes und detailliertes Blowout erfordert somit deutlich mehr Übung und Geduld als bei Konkurrenzprodukten mit extrem schmalen Präzisionsdüsen. Für das rasante Trocknen der immensen Wassermengen ist das Gerät überragend, beim finalen Feinschliff musst du jedoch Abstriche in der Handhabung machen. Der Laifen Neo Special kostet dich rund 169,99 Euro und ist bei Amazon erhältlich.
Pros:
- Enorme Zeitersparnis: Der starke Luftstrom (110.000 U/min) drückt die Nässe extrem schnell aus dem Haar, anstatt sie nur zu verdampfen
- Zuverlässiger Hitzeschutz: Die intelligente, automatische Temperaturmessung verhindert verbrannte Längen und Haarbruch
- Federleicht: Mit nur 390 Gramm ist er extrem schonend für Arme und Schultern, was besonders bei langem Haar eine große Erleichterung ist
Contras:
- Fehlende Präzision: Die mitgelieferte Düse ist zu breit konstruiert, was detailliertes Styling und punktgenaues Arbeiten mit der Rundbürste erschwert
- Wirkungsloses „Special“-Feature: Die namensgebende Öl-Zerstäubung verpufft gerade bei dichtem Haar völlig wirkungslos und bietet keinen echten Pflegeeffekt
- Lauter als beworben: In der Praxis erreicht das Gerät eher 70 bis 76 Dezibel anstatt der vom Hersteller angegebenen, flüsterleisen 59 Dezibel
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