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Dreame Nebula NEXT 01 JET Edition: Schnellstes E-Auto der Welt

Dreame, bislang vorwiegend für Saugroboter, Haartrockner und andere Haushaltsgeräte bekannt, hat nach vielen Gerüchten nun ein weiteres Elektroauto, die Nebula NEXT 01 JET Edition, vorgestellt. Das Fahrzeug ist eine aufgerüstete Version des bereits im Januar auf der CES gezeigten Nebula NEXT 01. Und die neue Variante schickt die Kraft des Elektromotors ohne Umwege direkt auf die Straße – mit Beschleunigung auf Weltraumkurs.

Dieses E-Auto von Dreame ist buchstäblich eine echte Rakete

Das Herzstück ist ein maßgefertigtes duales Feststoff-Raketenbooster-System. Es spricht in 150 Millisekunden an, erzeugt einen Spitzenschub von 100 Kilonewton (kN) und ermöglicht eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 0,9 Sekunden. Im Kern handelt es sich bei diesem Auto also um ein raketengetriebenes Elektrofahrzeug. Zum Vergleich: Der aktuelle Rekordhalter bei der EV-Beschleunigung ist ein von Studenten gebauter ultraleichter Rennwagen. Der schaffte es in 0,956 Sekunden, um auf 100 km/h zu sprinten. Allerdings mit nur rund 140 kg Gewicht und ohne Dach. Ein Video bei YouTube zeigt, wie sich Dreame sein Raketenauto, das man zweifelsohne auch als Hypercar bezeichnen kann, im Detail vorstellt. Nicht nur Batman hätte garantiert Spaß daran.

Das Fahrzeug ist mit einem Sulfid-basierten Feststoffakku ausgestattet, der eine Energiedichte von über 450 Wh/kg erreichen soll und eine CLTC-Reichweite von mehr als 550 Kilometern verspricht. Auf WLTP-Basis wären das umgerechnet etwa 450 Kilometer. Dreame stellte außerdem den DHX1 vor, die erste im Rahmen des Nebula-Next-Programms entwickelte LiDAR-Einheit, die automotive Wahrnehmung auf ultrahochauflösende Bilderfassung heben soll. Das LiDAR-System soll eine Reichweite von 600 Metern haben und Objekte bei 400 Metern noch bei zehn Prozent Reflexionsgrad erkennen.

Wie realistisch ist eine Serienproduktion?

Die Skepsis in der Fachwelt ist groß, ob es das Auto jemals in eine Serienproduktion schafft. Ein vor Ort anwesender Ingenieur des Automedienprojekts The Autopian urteilte, das Fahrzeug drehe sich viel mehr um das KI-Interface als um das Auto selbst. Und er bezweifelte, dass diese Version jemals in Serie gehe. Auch andere Fachmedien halten die Feststoff-Booster für wenig praxistauglich und kaum straßenzulassungsfähig.

Andererseits ist Dreame kein Phantom-Startup. Das Unternehmen gab seinen Eintritt in die Fahrzeugproduktion offiziell im August 2025 bekannt. Und schloss kurz darauf bereits eine erste Finanzierungsrunde für die EV-Sparte ab. Klar ist aber auch: Ähnlich wie Dreame kamen schon andere chinesische Firmen, die traditionell keine Autos bauen, scheinbar aus dem Nichts und setzten Rekorde – unter anderem auch Xiaomi. Doch die jetzt vorgestellte Jet Edition dürfte in dieser Form nie gebaut werden. Jedoch ist ein serientaugliches Fahrzeug ohne Raketenbooster bis 2027 nicht ausgeschlossen.

Die Reaktionen von Usern im Netz fallen unterdessen gemischt bis spöttisch aus. Nutzer verglichen die Raketenöffnungen am Heck mit Requisiten aus dem Batmobil und mit aufgemotzten Zahnbürsten-Köpfen. Andere zeigten sich amüsiert über den Umstand, dass ausgerechnet eine Staubsauger-Marke Tesla bei einer Raketen-EV-Präsentation zuvorkam. Und fragten sich trocken, wer denn bitte die Feststoffraketen nachtanken soll!? Der Grundtenor: eindrucksvolles Marketing, aber bis zum Serienfahrzeug ist es noch ein (viel zu) weiter Weg.

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