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Übernahme-Sensation: Videospielhändler will eBay schlucken

Es kommt selten vor, dass ein börsennotiertes Unternehmen einen Konkurrenten ins Visier nimmt, der fast viermal so groß ist: Während eBay auf eine Marktkapitalisierung von rund 46 Milliarden Dollar kommt, ist GameStop an der Börse knapp zwölf Milliarden Dollar wert. Trotzdem könnte GameStop jetzt eine Übernahme von eBay anvisieren, heißt es vom WSJ. Dem Vernehmen nach wird ein Gebot in Höhe von 56 Milliarden Dollar vorbereitet – umgerechnet knapp 48 Milliarden Euro.

GameStop soll massiv wachsen

Hinter dem ambitionierten Plan steckt GameStop-CEO Ryan Cohen. Laut dem WSJ-Bericht hat GameStop im Geheimen bereits eBay-Aktien erworben. Ein offizielles Angebot könnte noch im Mai folgen. Sollte das eBay-Board ablehnen, könnte Cohen ein passendes Angebot direkt an die eBay-Aktionäre richten. Cohen verfolgt damit den Plan, den Börsenwert von GameStop mehr als zu verzehnfachen – auf eine Marktkapitalisierung von 100 Milliarden US-Dollar.

Die Märkte reagierten prompt: Die eBay-Aktie sprang im nachbörslichen Handel um rund 14 Prozent in die Höhe, während GameStop-Papiere um rund neun Prozent zulegten. Eine offizielle Stellungnahme beider Unternehmen steht bislang aus. Reddit-Foren wie r/Superstonk und r/wallstreetbets verbreiteten im Anschluss an die Gerüchte neue Begeisterung. Nutzer sehen den Schritt als Rückkehr der Meme-Aktien-Dynamik, also volatile Kursbewegungen von Aktien, unter CEO Ryan Cohen.

Das erinnert stark an den legendären Short Squeeze von 2021, als die Reddit-Community GameStop-Aktien massenhaft kaufte und damit Hedgefonds in massive Verluste trieb. Durch die neuen Übernahmeberichte handelten Retail-Trader wieder verstärkt – damit kehrt eine Strategie rund um sogenannte Meme-Aktien zurück, die seit dem Rekordkurssprung im Jahr 2021 weniger im Fokus stand

Was bedeutet das für Kunden?

Sollte die Übernahme tatsächlich zustande kommen, könnten Nutzer beider Plattformen von einer engeren Verzahnung profitieren. Denkbar wäre etwa, dass gebrauchte Spiele, Konsolen und Gaming-Zubehör künftig stärker über eBay vertrieben werden – mit der Einkaufserfahrung und dem Produktwissen von GameStop im Rücken. Gleichzeitig bestehen aber auch Fragen zur Finanzierung: GameStop verfügt zwar über einen Kassenbestand von rund neun Milliarden Dollar, doch für eine Übernahme in dieser Größenordnung sind wohl hohe Schulden oder eine Ausgabe neuer Aktien nötig.

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