
In Deutschland gibt es keinen Online-Versandhändler, der sich mit Amazon messen kann. Allein im Jahr 2024 sollen 47.000 deutsche kleine und mittlere Unternehmen über 750 Millionen Produkte über Amazon verkauft haben. Zudem genießt der US-Konzern dank seiner kulanten Verkaufspolitik einen guten Ruf. Und genau das machen sich Cyberkriminelle nun zunutze.
Worauf Amazon-Nutzer jetzt achten sollten
Aktuell sind wieder neue Phishing-Mails im Umlauf. Diese nehmen explizit Amazon-Nutzer ins Visier und überzeugen durch eine authentische Optik mitsamt der Amazon-typischen Farben und Logos. Nach Informationen der Verbraucherzentrale lautet der dazugehörige Betreff „Aktualisierung Ihrer Zahlungsmethode erforderlich KEY-“, doch erfahrungsgemäß können Betreffs variieren. Daher sollten potenzielle Opfer ihren Fokus nicht ausschließlich auf den Betreff legen.
Inhaltlich steht eine fehlgeschlagene Belastung der hinterlegten Zahlungsmethode im Vordergrund. Demnach hätte Amazon eine Lieferung im Wert von 8,99 Euro pausiert, weil die Zahlungsmethode „abgelehnt“ worden sei. Ferner hätte der Anbieter auch zahlreiche Vorteile seiner Prime-Mitgliedschaft gestoppt. Dazu gehören Prime Video, Prime Music, schneller Versand und exklusive Angebote.
Betroffene sollen ihre Zahlungsinformationen aktualisieren, um den Status quo wiederherzustellen. Dazu enthält die Phishing-Mail eine hinterlegte Verlinkung in Form eines Buttons, die jedoch zu einer gefälschten Version von Amazon führt. Sämtliche hier hinterlegten Informationen landen bei den Cyberkriminellen und können fortan dazu genutzt werden, um Bankkonten zu knacken, Gelder abzubuchen und Identitätsdiebstahl zu begehen. Zudem könnte allein der Klick auf den hinterlegten Button den sofortigen Download eines Trojaners einleiten. Deshalb raten wir allen Neugierigen davon ab.
Phishing-Mails erkennen – so geht’s
Kaum eine Betrugsmasche ist im Internet so erfolgreich wie Phishing. Denn die Täter können Phishing-Mails per Knopfdruck an tausende oder hunderttausende E-Mail-Adressen verschicken. Viele davon landen im Spam-Ordner. Doch bereits die wenigen, die durchkommen, können großen Schaden anrichten.
Als Empfänger sollte man daher stets auf die E-Mail-Adresse des Absenders achten. Insbesondere, wenn die Mail ohne personalisierte Anrede auskommt – wie auch in diesem Fall. Leider lassen sich E-Mail-Adressen mittels sogenanntem Spoofing manipulieren, weshalb gelegentlich weitere Kontrollen vonnöten sind. Zu den Aspekten, auf die man achten sollte, gehören klassisch Rechtschreibung und Grammatik. Dank KI könnte dieser Punkt jedoch schon bald der Vergangenheit angehören. Deshalb sollte man künftig generell stets aufhorchen, wenn eine Verlinkung oder ein Button hinterlegt sind.
Verlinkungen sollte man, wie bereits erwähnt, nicht unmittelbar öffnen. Was man jedoch tun kann, ist, die hinterlegte URL per Rechtsklick oder längerem Fingertipper zu kopieren. Anschließend lässt sie sich in ein beliebiges Textprogramm einfügen und gefahrlos begutachten. Führt sie nicht zu einer offiziellen Amazon-Domain, sondern beispielsweise zu „amazan.de“ oder einer gänzlich anderen URL, ist Vorsicht geboten. Außerdem kann der Buchstaben-Trick dabei helfen, Phishing-Mails schnell zu erkennen.
Wer auf die Betrugsmasche hereingefallen ist, sollte unverzüglich Kontakt mit seiner Bank aufnehmen und seine Konten sperren lassen. Außerdem empfiehlt es sich, Passwörter auszutauschen, sollten diese kompromittiert worden sein. Und zu guter Letzt ist es ratsam, eine Anzeige bei der Polizei zu stellen. Allein schon, um sich im Falle eines Identitätsdiebstahls abzusichern.
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